Tag der offenen Tür 11-12.06.2022

Interessierte Besucher durften beim Tag der offenen Tür einen Blick in die Produktionshallen der Unternehmen Huppertz AG und New Laser AG in St.Vith werfen. Dabei wurden die vielfältigen Möglichkeiten der beiden Betriebe ersichtlich. Über 2.000 Besucher nutzten am 12. Juni die einmalige Gelegenheit. Am Abend zuvor hatten sich rund 400 geladene Gäste zur Podiumsdiskussion mit anschließendem Walking Dinner eingefunden.

Die Gesprächspartner gingen auf verschiedene Meilensteine der 63-jährigen Firmengeschichte ein und beschäftigten sich gleichzeitig mit den Herausforderungen der Zukunft.

Stahl- und Apparatebau Huppertz AG ist ein Familienunternehmen in der dritten Generation. 1959 hat alles angefangen, als Johan Huppertz eine bestehende Schmiede in Medell übernahm. Sein Kundenstamm bestand größtenteils aus Landwirten. Sohn Karl-Heinz stieß in den 80er Jahren hinzu und übernahm den Betrieb 1989 komplett. Der ausgebildete Schmied, Bauschlosser und Schweißfachmann beschäftigte sich frühzeitig mit der Zukunft: „Mit unseren landwirtschaftlichen Produkten waren wir sehr erfolgreich, aber in diesem Sektor war auch ein Wandel in Sicht. Unsere Vision bestand darin, den Weg in Richtung Industriekunden einzuschlagen, was wir rückblickend nicht bereuen sollten.“

Die ersten Mitarbeiter wurden eingestellt und der Standort Medell wurde größer, doch bereits nach zehn Jahren war die Halle zu klein. Der Geschäftsführer entschloss sich zu einem Umzug in das St.Vither Industriegebiet Steinerberg. Dort wurden die neuen Hallen mit Bürotrakt im Jahr 2001 eröffnet. Seitdem wächst der Standort kontinuierlich.

Stahl und Edelstahl werden bei Huppertz seit jeher geschweißt. Im Bereich Alu-Schweißen war das Unternehmen bereits sehr früh in den 90er Jahren unterwegs. 1992 war es der erste Betrieb mit einer Pulverbeschichtung in der DG und in der Grenzregion.

Die Geschäftsbereiche haben sich mit der Zeit verändert und erweitert, wodurch das Unternehmen jetzt sehr viele wirtschaftliche Sektoren beliefert und breit aufgestellt ist. Das ist als reiner Zulieferer sehr wichtig. „Wir sind tätig im Apparate-, Behälter-, Ofen- und Rohrleitungsbau sowie der verarbeitenden Holzindustrie. Wir stellen Spezialbauten im Maschinenbau her und führen Projekte für erneuerbare Energien und den Chemiesektor aus“, erklärt Freddy Classen, der mittlerweile mit Karl-Heinz Huppertz und seiner Tochter Mireille die Geschäftsführung bildet. „Wir fertigen nach Kundenzeichnungen. Trotzdem können wir sehr oft gemeinsam mit den Kunden im Vorfeld unser Fertigungs-Know-how in die Konstruktionen einbringen. Hier zeigt sich immer wieder das sehr partnerschaftliche Verhältnis mit den Kunden.“

Vom Standort in Ostbelgien ist Thomas Cremer, Geschäftsführer der New Laser AG, vollkommen überzeugt: „Die geographische Lage ist für unser Geschäft optimal. Wir leben Europa jeden Tag, unsere Kunden befinden sich großenteils im Umkreis von ca. 200 km. Dank der sprachlichen Vielfalt und der ostbelgischen Mentalität gelingt es uns tagtäglich europäisch zu arbeiten.“ New Laser existiert seit 2006 in St.Vith und bietet Laserzuschnitte von Blechen, Rohren oder Profilen.

Bürgermeister Herbert Grommes und Ministerpräsident Oliver Paasch gingen während ihren Redebeiträgen ebenfalls auf die Wirtschaftsstandorte St.Vith und Ostbelgien ein. Dabei unterstrichen sie die Wichtigkeit, dass Unternehmen wie die Huppertz AG und New Laser AG, in der Region ansässig sind und Arbeitsplätze schaffen.

82 Personen sind heute insgesamt bei der Huppertz AG und New Laser AG beschäftigt. „Wir investieren zwar regelmäßig in neue Maschinen und passen bestehende Maschinen an. Aber ohne qualifiziertes Personal können wir das Potential der Maschinen nicht optimal nutzen“, weiß Mireille Huppertz. „Zu jedem Kauf einer neuen Maschine gehört eine passende Schulung oder Weiterbildung.  Wir modernisieren unseren Maschinenpark auch hauptsächlich aus folgenden Gründen: Wir wollen einen Qualitätsstandard aufrechterhalten und gleichzeitig unser qualifiziertes Personal entlasten. Auf diese Weise werden Kapazitäten frei für Arbeiten, die manuell erledigt werden müssen. Heißt: Die Maschine unterstützt bei uns den Menschen und wird nicht als Ersatz angesehen.“

Beim Blick nach vorne gibt sich die junge Geschäftsführerin optimistisch: „In Zukunft setzen wir vermehrt auf internes Wachstum. Wir möchten uns vermehrt darauf konzentrieren, unsere Stärken hier am Standort auszubauen. Dazu gehören die Digitalisierung bis zu einem gewissen Grad, die Optimierung der Prozesse und Arbeitsabläufe sowie das Bewahren eines modernen und leistungsfähigen Maschinenparks.“

Ihr Dank gilt allen Beteiligten: „Wenn wir auf ein tolles Team, treue Kunden und zuverlässige Lieferanten zählen können, sehen wir positiv in die Zukunft. Wir bedanken uns herzlich bei allen, die bei der Verwirklichung unserer Pläne mitgewirkt haben und auch noch weiterhin mitwirken.“

Published 13.06.2022

Tag der offenen Tür 11-12.06.2022
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